Hanna Lewinson | Fortsetzung

Fortsetzung des Beitrags Hanna Lewinson Deutsche bis zum 15. 9. 1935

Trotz alledem: Sie kehrte nach Uelzen zurück, wenn auch anfangs schweren Herzens, doch aus Liebe zu ihrem Sohn Dennis, der sich sehr für die Heimat seiner Eltern und Großeltern interessierte. In Uelzen besuchte sie eine alte Freundin und traf auch ehemalige Mitschülerinnen: „Alle, die damals mit mir nichts zu tun haben wollten waren nun nett zu mir, manche haben sich entschuldigt.“ Doch bei ihren Besuchen in Uelzen geht sie auch Menschen nicht aus dem Weg, die ihr in der Jugend das Leben erschwert hatten, die mit dafür gesorgt hatten, dass sie die Schule verlassen musste. Sie spricht mit ihnen, nimmt ihre Entschuldigungen an und vergisst trotzdem nichts. In den Begegnungen mit ihr war ich beeindruckt von ihrem Mut, von ihrer Offenheit und ihrer Stärke. Ich brauchte sie nicht zu überzeugen, wie wichtig es ist, jungen Menschen von ihren Erlebnissen in der Nazi-Zeit zu berichten, sie trat mehrfach als Zeitzeugin in Uelzener Schulen auf.

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