Holocaust-Gedenktag 2019

„Erinnerungen“ | Uelzener Schülerinnen und Schüler geben Uelzener Bürgerinnen und Bürgern jüdischen Glaubens eine Stimme.

Zum Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft am 27. Januar 2019 hatte die Geschichtswerkstatt Uelzen e.V. in den Ratssaal im Rathaus der Hansestadt Uelzen eingeladen. Zuvor legten Brigitte Kötke, stellvertretende Bürgermeisterin, und Dr. Christine Böttcher, Vorsitzende der Geschichtswerkstatt Uelzen, am Denkmal zur Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft am Rathaus Blumen nieder, begleitet von der auf dem Akkordeon einfühlsam vorgetragenen Musik durch Susanne Niebuhr.1 Brigitte Kötke erinnerte an die Schrecken nationalsozialistischer Gewaltherrschaft auch in dieser Stadt und mahnte zur Wachsamkeit gegenüber neuen nationalistischen, völkischen und rassistischen Strömungen in der Gesellschaft. Die Feierstunde im Ratssaal wurde von Schülerinnen und Schülern des Herzog-Ernst-Gymnasiums (HEG) und ihren Lehrerinnen Dr. Susanne Holmes und Julia Prietzel in Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt Uelzen gestaltet, Roland Falk und Heiko Schlegel, beide Lehrer am HEG, sorgten für musikalische Akzente.2 Schon am Nachmittag hatten sich Lehrerinnen, Schüler und Schülerinnen sowie Mitglieder der Geschichtswerkstatt im Ratssaal versammelt, um über „Skipe“ mit Hanna Lewinson in den USA und Paula Plaut in Argentinien zu kommunizieren. Die Schülerinnen und Schüler waren beeindruckt von den anregenden Gesprächen mit den beiden Damen, deren frühe Lebenswege sie im Rahmen ihrer Lesung vortragen wollten. Vor der Lesung von Briefen und Dokumenten stellte Dietrich Banse, Mitglied in der Geschichtswerkstatt Uelzen, die in Rede stehenden Personen jeweils mit einem biographischen Abriss vor.

Nach dem 30. Januar 1933

Hirsch Bachenheimer Hirsch Bachenheimer, der Großvater Hanna Lewinsons, lebte in Uelzen, Alewinstraße 30. Geboren 1862, studierte er am jüdischen Lehrerseminar Hannover und arbeitete von 1882 bis 1938 in der jüdischen Gemeinde Uelzen. Als Religionslehrer unterrichtete er jüdische Kinder, auch seine Enkelinnen Hanna und Ruth. Die Auswirkungen nationalsozialistischer Politik des Antisemitismus spürte die Familie Bachenheimer/Horwitz in zunehmendem Maße, gesellige Abende mit den Nachbarn wurden seltener, die Familie vereinsamte. Hirsch Bachenheimer starb 1940. Die Schülerinnen Mira Schumann, Eva Rungweber, Leona Großmann lasen aus einem Brief4 vor, den Hanna Lewinson im Alter von fast 84 Jahren an Dietrich Banse geschrieben hatte:

Großvaters Wirken „Er war die Seele für alles. Er unterrichtete Kinder, auch meine Schwester und mich in späteren Jahren. Er hielt die Gemeinde aufrecht und mietete den Betsaal in der Schuhstraße für die hohen Feiertage. Er traute meine Eltern und hatte auch die Erlaubnis, Fleisch zu schächten [= nach religiöser Vorschrift zu schlachten], denn wir hatten einen koscheren Haushalt dann und auch jetzt. Sein Freund, Schlachtermeister Kupfernagel, hat ihn immer bei sich schlachten lassen, damit wir das koschere Fleisch hatten. Mit dem Schächtverbot war es das Ende. Mein Großvater begrub alle seine Schächtmesser irgendwo, wenn jemand sie gefunden hat, weiß er nicht, was das ist… Mein Großvater hatte gegenüber vom Haus einen Garten, wo er Gemüse, Obst und Blumen pflanzte. Er liebte das sehr, der Garten war gemietet von der katholischen Kirche. Jetzt stehen dort Häuser. Unser Haus5 ist nun ein Parkplatz, denn es wurde im Krieg zerstört…

Am Ende des Lebens | Mein Großvater war der beste Mensch, den es gab. Er half Menschen, die Hilfe brauchten in jeder Weise. Wenn ich einen besonderen Wunsch hatte, brauchte ich nur zu Opa gehen, er verwöhnte seine Enkeltöchter. Er war bekannt in der Stadt und als man in der ,Kristallnacht’6 meinen Vater, Wilhelm Horwitz, verhaftete, brachte der Polizist Fehlhaber es nicht über das Herz, Hirsch Bachenheimer mitzunehmen. Mein Großvater wäre beinahe in der ,Kristallnacht’ ums Leben gekommen, als ein großer Stein durchs Fenster auf sein Bett fiel aber ihn nicht traf… Ich sah ihn das letzte Mal, als er mir nachwinkte, als ich mit meinen Eltern die Alewinstraße rauf ging zum Bahnhof, um in Hamburg aufs Schiff zugehen nach USA. Mein Großvater starb 1940 an einem Schlaganfall. Er war der letzte Mensch, der auf dem jüdischen Friedhof in Uelzen begraben wurde…“

Fritz PlautFritz Plaut Fritz Plaut, geboren 1905 in Uelzen, machte Fritz Plaut 1923 am Realgymnasium in Uelzen das Abitur. Danach absolvierte er eine Banklehre und arbeitete bis zum Frühjahr 1928 im kaufmännischen Bereich. Von 1928 bis 1930 studierte er Jura. Im Rahmen seines Referendariats durchlief er Ausbildungsstationen an verschiedenen Gerichten. | Geboren 1905 in Uelzen, machte Fritz Plaut 1923 am Realgymnasium in Uelzen das Abitur. Danach absolvierte er eine Banklehre und arbeitete bis zum Frühjahr 1928 im kaufmännischen Bereich. Von 1928 bis 1930 studierte er Jura. Im Rahmen seines Referendariats durchlief er Ausbildungsstationen an verschiedenen Gerichten. Im August 1933 wurde er aus dem Justizdienst entlassen. Grundlage dieser Entscheidung war das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April 1933, das eine Beschäftigung Deutscher jüdischen Glaubens nicht gestattete. Fritz Plaut erkannte schnell, dass ein Verbleib in Deutschland unter nationalsozialistischer Herrschaft für ihn und seine Familie keinen Sinn machen würde und entschloss sich nach einer Erkundungsreise nach Argentinien im Jahr 1936 ein Jahr später, in das südamerikanische Land zu emigrieren. Der Start in Argentinien war für ihn wie auch für die gesamte Familie schwierig. Langsam jedoch ging es bergauf, so wurde er bald Einkaufschef einer Metallfirma. Zusammen mit einem Bekannten gründete er 1945 eine Porzellanmanufaktur. Er starb am 9. September 1965 Jakob Krauß, Nicolas Hebestreit und Mohammed el-Zain trugen Passagen aus einem Brief vor, den Hirsch Bachenheimer Fritz Plaut Fritz Plaut am 12. Juli 1933 an seinen Cousin Ernesto Plaut in Buenos Aires geschrieben hatte:7 „Lieber Ernesto! Seit etwa zwei Wochen bin ich in Berlin und nehme bei einem mir von Deinem Vater empfohlenen Herrn spanischen Unterricht. Ich selbst kann nur schlecht beurteilen, wie meine Fortschritte in der Sprache sind, nach Äußerungen meines Lehrers fasse ich schnell auf und hoffe, bald soweit zu sein, dass ich mir in einem spanisch sprechenden Land forthelfen kann, insoweit als es das tägliche Leben verlangt. Das Übrige muss die praktische Übung ergeben. Während meiner Anwesenheit in Berlin gab mir Dein Vater Gelegenheit, die zwischen ihm und Dir geführte Korrespondenz einzusehen, soweit sie ,uns Kinder’ im allgemeinen und mich besonders betrifft. Ich habe hierbei feststellen können, in welch – ich darf wohl sagen: ungeheurem – Umfang Du uns Deine Hilfe zugesagt hast. Da ich glaube beurteilen zu können, wie einschneidend die von Dir vorgesehene Vergrößerung Eures Haushaltes in einem so jungen Hausstande wirken kann, – ganz abgesehen von den hiermit für Dich eintretenden finanziellen Lasten – weiss ich nicht, wie ich Deiner Frau und Dir meinen Dank ausdrücken kann. Du weisst wohl kaum, was für eine außerordentliche große Beruhigung es für uns ist, zu wissen, dass für uns so jemand wie Du da ist. Obwohl ich Eure Hilfsbereitschaft voll anerkenne und Euch hierfür danke, glaube ich doch, dass die Einwendungen Deines Vaters berechtigt sind, und dass es für jeden, der von uns kommen sollte, besser ist, in einer völlig fremden Umgebung und unter dem dauernden Zwang, spanisch zu sprechen, zu leben. Hierdurch wird aber mein Dank für den grossen Rückhalt an Euch nicht geringer. Die Entwicklung meiner Lage war wie folgt: Am 1. April ds. Js. war ich beurlaubt worden, es gelang mir aber, nach einigen Tagen wieder eingestellt zu werden. Am 30. Mai wurde ich jedoch wieder beurlaubt, und zwar ,bis auf weiteres’ und bekam später die Aufforderung, meine Entlassung aus dem Justizdienst zu beantragen. Ich habe es abgelehnt, diesen Antrag zu stellen und warte jetzt auf meine Entlassung, die wohl täglich erfolgen kann… Die Verhältnisse bei meinen Schwestern sind im Augenblick noch völlig unklar. Gertrud bereitet sich in Heidelberg auf das medizinische Staatsexamen vor. Weder sie noch ihre Professoren wissen aber bis jetzt, ob sie die Prüfung wird machen können. Und wenn sie die Prüfung machen kann, ist noch unklar, was werden wird, insbesondere ob sie die vorgeschriebenen Assistentenstellen bekommt und später approbiert wird. Falls sie nicht zur Prüfung zugelassen wird, muss die Entscheidung in den nächsten Wochen fallen, da sie ihre Papiere in diesen Tagen dem Badischen Ministerium einreicht… Deinen Eltern – das wird Dich am meisten interessieren – geht es nach meiner Meinung gut. Über die allgemeine Lage hier zu berichten, ist im Rahmen eines Briefes nicht möglich, es würde ein Buch, da zu viele Einzelentscheidungen zu berücksichtigen sind. Über die Bemühungen zur Hebung der Wirtschaft, über deren Erfolge sehr optimistisch in den Zeitungen berichtet wird, bist Du wohl durch deren Lektüre orientiert. Bei allen Massnahmen ist immer zu berücksichtigen, dass es in Deutschland, wenigstens in den letzten 15 Jahren, nie eine Regierung mit einem so starken Rückhalt gegeben hat. Prophezeiungen sind natürlich nicht möglich, ich glaube aber, dass die Regierung ihre Massnahmen wird ungestört durchführen können, da es m. W. gegenwärtig in Deutschland niemanden gibt, der bessere und durchführbare Vorschläge machen kann. Frühere Regierungen haben alles Mögliche versucht, ohne einen Erfolg zu haben. Inzwischen ist aber alles auf solch einem Punkt angekommen, dass ohne ausserordentliche Massnahmen bestimmt nichts zu erreichen ist. Aus diesem Grund glaube ich auch, dass eine Kritik an Einzelmaßnahmen unberechtigt ist – abgesehen natürlich von solchen untergeordneter Organen ohne Auftrag, die scharf bekämpft werden – da eben im Ganzen etwas Neues geschaffen werden soll. – – – Doch Schluss mit der Politik, sonst wird’s doch ein Buch. Ich wollte nur soviel schreiben, um zu zeigen, dass man versuchen muss, vorurteilslos an die Sache heranzugehen. Da mir dies bei der Judenfrage nicht möglich ist, schweige ich hierüber. Der offizielle Standpunkt ist bekannt und Plädoyers sind zwecklos…. Mit einer Antwort an mich brauchst Du Deine nur knapp bemessene Freizeit nicht auszufüllen. Dein Vater gibt mir von allen an ihn gerichteten und mich betreffenden Nachrichten Kenntnis…“ (P.S.) „Ich habe den Brief bis heute, den 13. Juli, liegen lassen, da er erst heute abzugehen braucht und ich gestern abend bei Deinen Eltern war. Ich erfuhr dort, dass Du in deinem letzten Brief noch mal darauf hinwiesest, ich könne in meinem Beruf nicht weiter arbeiten. Hierzu nur noch kurz: 1. Meine Ansprüche sind im Laufe der letzten Jahre schon hier ausserordentlich zusammengeschrumpft und lassen sich gegebenenfalls noch weiter zurückschrauben. 2. Wenn ich nach dort komme, werde ich noch mehr als jetzt auf dem Punkt sein, wo meine Chancen hier gleich null sind. Jede Beschäftigung, auch die geringste, ist dann ein in Verhältniszahlen nicht mehr auszudrückendes Vielfaches und wird im Hinblick hierauf dankbarst angenommen.“

Hanna Lewinson Deutsche bis zum 15. 9. 1935

Hanna Lewinson wurde 1920 in Uelzen geboren und lebte mit ihren Eltern im Haus ihres Großvaters in der Alewinstraße. Mit ihrer Schwester verlebte Hanna eine glückliche Kindheit. Mit knapp sechs Jahren wurde sie in die Volkschule Uelzen eingeschult, wechselte nach der Grundschulzeit in das Lyzeum, das sie nach Repressalien durch ortsansässige Nationalsozialisten 1937 verließ. Ihre schulische Ausbildung in Verbindung mit einem großen Praxisanteil setzte sie in Hamburg im Paulinenstift fort, absolvierte dann ein Sekretärinnenseminars in Kassel und verließ Deutschland im Januar 1939. – Nach einer Zwischenmusik der Herren Schlegel und Falk trugen die Schülerinnen Mira Schumann, Eva Rungweber, Leona Großmann Textpassagen aus der Biographie9 Hanna Lewinsons geb. Horwitz vor: „Sie erinnert sich gerne an ihre Klassenlehrerin Fräulein Helms wie auch an andere Lehrerinnen und Lehrer. Beim Betrachten eines Klassenfotos werden Erinnerungen an einzelne Mitschüler und Mitschülerinnen wach. Es ist ihr immer wieder wichtig, Kinder zu benennen, mit denen sie in dieser Zeit befreundet war. Sie hat die Grundschulzeit in guter Erinnerung, ,da habe ich nicht gemerkt, dass ich anders war als die anderen’. Zu der Zeit hatte sie Freundinnen, die auch zu ihr nach Hause kommen durften. Hanna war Mitglied im Turnverein Uelzen, in dem sich auch andere Jugendliche jüdischen Glaubens aus Uelzen sportlich betätigten. Nur der Religionsunterricht verlief für Hanna etwas anders, er fand nicht mit den anderen Schülern in der Schule an der Taubenstraße statt…“ „Der Machtantritt der NSDAP am 30. Januar 1933 veränderte nach kurzer Zeit zwar die schulrechtliche Situation radikal. Doch die wohlwollende Einstellung einzelner Lehrer ihr gegenüber blieb. So berichtete sie positiv von ihrem Klassenlehrer Herrn Ungerer, wie auch von Herrn Troch, ihrem Französischlehrer und dem Direktor des Lyzeums, Oberstudiendirektor Zimmermann, die sich auch nach der Machtübernahme der Nazis anständig ihr gegenüber verhalten hätten. Nur der Musiklehrer, den sie als Antisemiten bezeichnete, konnte nun endlich seine antisemitische Einstellung zeigen und ließ schon mal das Hetzlied ,Wenn das Judenblut vom Messer spritzt…’ öffentlich ,singen’. Doch der Rassismus der Nationalsozialisten zeigte sich auch in dieser Schule nicht nur in der Bereitstellung anderer Lernmaterialien und neuer Verordnungen für den Unterricht mit einer eindeutigen antisemitischen Zielsetzung. Auch die gesetzlichen Vorgaben waren klar rassistisch. So bestimmte das ,Gesetz gegen Überfüllung von Schulen und Hochschulen’ vom 25. 4. 1933 die Anzahl von Neuaufnahmen jüdischer Schüler und Schülerinnen in höhere öffentliche Schulen und legte den ,Höchstanteil’ von ,nicht arischen’ Schülern an der Gesamtschülerzahl einer Schule auf 5 % fest’3, dieser Hinweis (,5%’) war für das Uelzener Lyzeum ohne Bedeutung. Stärker noch als die ersten gesetzlichen Maßnahmen wirkte sich aber der wachsende, öffentlich geförderte alltägliche Antisemitismus auf Hannas Schulleben aus. Das Verhalten der Mitschülerinnen zu Hanna änderte sich nun allmählich . So wandten sich Schulfreundinnen, mit denen sie schon seit der Grundschulzeit zusammen war, von ihr ab…“ „So übten in Uelzen, wie auch anderswo, ältere Jugendliche, junge Erwachsene, die führend in der Hitlerjugend (HJ) oder dem Bund Deutscher Mädchen (BDM) tätig waren, Druck auf die Schulleitungen aus und forderten die Diskriminierung, wenn nicht gar den Ausschluss jüdischer Schüler und Schülerinnen aus der Schule. So bat bald der Direktor des Lyzeums, Oberstudiendirektor Zimmermann, Hanna zu einem Gespräch zu sich nach Hause, wo er ihr mitteilte, dass sie, da sie Jüdin sei, ab sofort in der Klasse an einem Tisch allein sitzen müsse. Er gestand ihr mit Tränen in den Augen, dass er verpflichtet worden sei, diese Anordnung an sie weiterzugeben, wobei er andeutete, dass er sich dem Druck beuge, den die Leitung der örtlichen bzw. regionalen BDM-Gruppe auf ihn ausgeübt habe.

Hanna hörte sich nach eigenem Bekunden diese Ausführungen an, die mit der Empfehlung des Schulleiters endeten, seiner Weisung nicht zu folgen und doch eher von der Schule abzugehen. Diesen nicht ganz uneigennützigen Rat des Schulleiters, da mit einem möglichen Weggang Hannahs wieder auch Ruhe in seine Schule einkehren würde, nahm Hanna zum Anlass, sich am Abend des gleichen Tages mit ihren Eltern zu beraten. Am Ende des Tages stand für sie fest: ,Ich verlasse die Schule, ich werde das Gebäude nicht mehr betreten.’ und trotzig fasst sie ihren Entschluss in einem persönlichen Statement zusammen:,Wenn mich keiner mehr haben will, dann geh’ ich weg, ob ich das Abschlusszeugnis habe oder nicht, das wird mir in der Fremde auch nicht weiterhelfen… Ich habe meine Zeit in der Schule verbracht, habe den Stoff gut gelernt.’ Im Gespräch mit den Eltern legte sie ihre weitere Schullaufbahn fest: ,Zunächst der Besuch einer Hauswirtschaftsschule, die uns empfohlen wurde, danach Wechsel an eine Handelsschule“… Hanna betrat aus eigener Entscheidung nicht mehr die Schule in Uelzen. Spätestens jetzt war ihr klar: ,Hier in Deutschland ist keine Zukunft mehr für mich, ich muss auswandern.’ Um im Ausland sofort eine Arbeit zu bekommen und dort nicht auf Unterstützung von Verwandten angewiesen zu sein, entschloss sie sich für eine Ausbildung im Bereich Hauswirtschaft. Mit ihrem Abgangszeugnis fuhr sie im Frühjahr 1937 nach Hamburg und meldete sich dort zu einem Lehrgang an, der junge jüdische Frauen auf die Emigration vorbereiten sollte. Dieser Kursus fand in der neu gegründeten ,Hauswirtschaftsschule’ im Paulinenstift am Laufgraben statt.“ Im Januar 1939 machte sich Hanna Horwitz – mittlerweile 18 Jahre alt – auf den Weg. Sie nahm Abschied von ihrer Familie, verließ Deutschland und emigrierte in die USA: „Ich spürte keinen Abschiedsschmerz, ich wusste, hier in diesem Land gibt es keine Zukunft mehr für mich, ich muss raus.“ Schwer fiel ihr der Abschied von ihrem geliebten Großvater, den sie oft bei seinen Besuchen bei Gemeindemitgliedern begleitet hatte und den sie nach ihrem Weggang aus Uelzen nicht mehr wiedersehen sollte. Sie fuhr in Begleitung ihrer Eltern und ihrer Schwester nach Hamburg und schiffte sich dort auf dem amerikanischen Passagierdampfer „Washington“ ein. Die Erleichterung, Deutschland verlassen zu können, muss sehr groß gewesen sein, denn sie erzählt, sie habe, als sich das Schiff in internationalen Gewässern befand, mit amerikanischen Studenten auf dem Parkett der Bar getanzt, unendlich glücklich darüber, Nazi-Deutschland endlich hinter sich gelassen zu haben. Eltern und Schwester ließ sie in Deutschland zurück, die den kränklichen Großvater in Uelzen pflegten. Doch Hanna schwor sich, dafür zu sorgen, dass die Familie Deutschland verlassen konnte. Auf dem Schiff befanden sich sehr viele deutsche Juden, die nun genauso wie sie vor Glück und Erleichterung weinten, als sie nach der langen Überfahrt endlich die „Statue of Liberty“ in der New Yorker Hafeneinfahrt erblickten. Das Gefühl, frei zu sein, überwältigte sie, ließ alle Sorgen für kurze Zeit vergessen. Die Erleichterung war jedoch nur von kurzer Dauer, denn sie sah sich nun in die Pflicht genommen, für die Einreise ihrer Eltern und ihrer Schwester zu sorgen. Bei diesem Bemühen wurde sie von der Verwandtschaft ihrer Mutter unterstützt. Aber Hanna war bestrebt, die finanziellen Lasten, die die Einreise ihrer Familie mit sich bringen würden, möglichst selbst zu tragen. Neben den Kosten der Überfahrt waren Rücklagen für die Bürgschaft zu bilden, die der amerikanische Staat von den Gastgebern der Flüchtlinge verlangte, da die USA für eventuell anfallende Sozialkosten nicht in Anspruch genommen werden wollten. Ebenso musste sie für Miete und Lebenshaltungskosten sparen, da sie für die ersten Monate, in denen ihre Eltern dann in den USA lebten, für sie aufzukommen hatte. Zudem musste sie selbst als deutsche Emigrantin mittels zahlreicher Papiere nachweisen, dass sie überhaupt in der Lage war, notfalls für ihre Eltern zu sorgen… War der 8. Mai 1945 für die Amerikaner ein Tag des Sieges, so wurde für Hanna das Frühjahr 1944 zum einschneidenden Erlebnis: „Es war der beste Tag in meinem Leben, als mir die amerikanische Staatsbürgerschaft verliehen wurde, als ich das ,citizenpaper’ in den Händen hielt und ich mir sagte: ,Gott sei Dank, ich bin nicht mehr deutsch’.“

Nach dem 8. Mai 1945

Walter Osterwald | Nach einem musikalischen Intermezzo setzten die Schüler Jakob Krauß, Nicolas Hebestreit und Mohammed el-Zain die Feierstunde mit dem Verlesen so genannter „Persilscheine“ fort, die Walter Osterwald nach Ende des Krieges Bürgern ausstellte, die vor dem 8. Mai1945 der NSDAP oder anderer nationalsozialistischen Organisationen angehört hatten. Walter Osterwald (1908–1990) stammte aus einer Familie, in der der Vater bzw. Ehemann nicht der jüdischen Glaubensgemeinschaft angehörte. Er war kaufmännischer Angestellter in einem Uelzener Landhandelsunternehmen. Während des Krieges musste er in einem Arbeitslager in Deutschland Zwangsarbeit leisten. Seine Mutter wurde 1944 in Theresienstadt umgebracht. Nach 1945 wurde er wieder in seiner „alten“ Firma eingestellt. Nach langen Auseinandersetzungen vor Gerichten wurde ihm sein Elternhaus im Rahmen der Restitution wieder übereignet. Im Rahmen der Entnazifizierung wurde er bei Verhandlungen als Zeuge gehört. Die Entnazifizierung zielte auf eine weitgehende Ausschaltung aller nationalsozialistischen und militaristischen Einflüsse. Heute wissen wir, dass dieses Vorhaben der britischen Besatzungsmacht nur teilweise gelang. Die Beschuldigten wurden in fünf Kategorien eingeteilt und je nach Schwere der Vorwürfe entweder vor Spruchkammern oder in leichteren Fällen vor Entnazifizierungsausschüssen angeklagt. Die Beschuldigten mussten ihre Unschuld belegen, daher baten sie Bekannte oder ehemalige Freunde wie etwa Walter Osterwald um eine für sie positive Aussage, hier handelte es sich um so genannte „Persilscheine“, denn die Betroffenen wollten „reingewaschen“ und von jeglicher Mitverantwortung für die Geschehnisse zwischen 1933 und 1945 entlastet werden. Doch Walter Osterwald wurde auch selbst aktiv, indem er sich bei der Besatzungsbehörde über einen Polizisten beschwerte.

Die „Persilscheine“10 Heinz K.

11 Hildesheim, den 17.Juli 1946

Lieber Walter! Ich komme heute mit einem Anliegen zu Dir, welches ich lieber nicht stellen würde. Es handelt sich um die Entnazifizierung der Industrie, unter die ich jetzt auch gefallen bin, da ich ab 1.5.37 nominell Parteimitglied war. Bekanntlich bin ich seinerzeit 1934 in Uelzen in die SA eingetreten. Man hat mich dann, da ich dem Dienst nicht mehr nachkam, Anfang 1937 rausgeschmissen und dann bin ich automatisch als Parteimitglied geführt. Ich bitte Dich um Folgendes, falls Du dazu bereit bist, mir eine kurze Bescheinigung zu geben, dass ich mich stets als anständiger Kerl z.B. Dir gegenüber benommen habe und dass Du bezeugen kannst, dass ich nicht zu den 150 %-Schreiern gehört habe. Du wirst schon wissen, was ich meine. Ich wäre Dir mit der Unterstützung in dieser Angelegenheit dankbar. Inzwischen in Eile freundliche Grüße von Haus zu Haus.

Dein H.“


Walter Osterwald | Uelzen, den 2. April 1947 Am 15. Dezember 1939 wurde ich von Herrn F. als Untermieter mit voller Verpflegung aufgenommen. Ich bin Halbjude und hatte seit 1939 keine Angehörigen mehr, da sich meine Muter in der Nervenheilanstalt Ilten befand, und ich seit 1937 Heiratsverbot hatte. Trotz vieler Anfeindungen und Unannehmlichkeiten wegen Aufnahme in seine Familie, sowie Beschwernissen, u.a. wegen Einstellung von Hausmädchen infolge meiner Abstammung hat Herr F. und seine Frau für mich in jeder Weise gesorgt und für meine Verhältnisse vollstes Verständnis aufgebracht und nie begreifen können, wie derartige Machenschaften möglich seien und seine Abneigung zur NSDAP usw. deutlich zum Ausdruck gebracht. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass Herr F. und ich während des Krieges zwecks Verfolgung der Kriegshandlungen täglich ausländische Sender gehört haben. Als ich im Jahr 1944 zwangsweise auf Grund meiner Abstammung dienstverpflichtet wurde, hat sich Herr F. meiner Sachen angenommen und dafür Sorge getragen, dass ich bei meiner Rückkehr alles in bester Ordnung wieder vorgefunden habe. Seit Mai 1945 bin ich verheiratet und wohne weiterhin im Hause F. Ich kann Herrn F. in keiner Weise als Propagandisten und Aktivisten bezeichnen, da sich Herr F. mit den furchtbaren Umtrieben der NSDAP nie einverstanden erklärt hat.


Walter Osterwald Uelzen, den 18. November 1947 Herr Hermann L., Bauer, im Krs. Uelzen, ist mir seit ca. 15 Jahren bekannt und verkehrte des öfteren in meinem elterlichen Hause. Meine Mutter ist Jüdin und somit fielen meine Mutter und ich unter die Nürnberger Gesetze. Nach Herausgabe dieser Gesetze kam auch Herr L. weiter zu uns und hat stets zum Ausdruck gebracht, dass die Maßnahmen gegen die Juden für das deutsche Volk zu keinem guten Ende führen würden. Als meine Mutter nach ihrer Entlassung aus der Nervenanstalt Ilten im Juli 1942 nach dem K.Z. Theresienstadt verschleppt wurde, blieben Herr L. und ich weiter gute Bekannte. Nachdem Herr L. festgestellt hatte, dass in der NSDAP und ihren Gliederungen mit grosser Ungerechtigkeit gegen die Menschheit gearbeitet wurde und L. mit der Judenhetze sowieso nicht einverstanden war, stellte er seinen Posten m.W. im Jahre 1940 zur Verfügung und hat sich nie wieder betätigt. Ich kann Herrn L. nur als einen aufrichtigen, strebsamen und ehrlichen Menschen bezeichnen, der stets bestrebt ist, mit seiner Arbeitskraft der Allgemeinheit und seinem Hofe zu dienen.“
Walter Osterwald Uelzen, den 20.Juni 1947 An SO 3 PS / SB 914 Mil. Gov. Det., Lüneburg Betr.: Polizeimeister A., z. Zt. Billerbeck Mir ist bekannt geworden, dass der früher in Uelzen tätig gewesene Kriminalbeamte A. heute in B. als Polizeimeister stationiert ist. Ich bin Halbjude und erhielt im Jahre 1937 seitens der Naziregierung Heiratsverbot. Herr A. hatte es sich hiernach zur Aufgabe gemacht, mich zu allen möglichen Zeitpunkten zu beobachten, um mich in Bezug auf Verkehr mit damals so genannten arischen Mädchen bei irgendeiner Gelegenheit zu erwischen. Als mir dieses zum Bewusstsein kam und ich von Freundeskreisen hierauf aufmerksam gemacht wurde, habe ich, um mich vor Zuchthausstrafen wegen angeblicher Blutschande zu schützen, sehr zurückgezogen leben müssen. Herr A. hat weiter grossen Anteil daran, dass ich wegen meiner Abstammung nach vielen Versuchen im Jahre 1942 aus dem öffentlichen Sport ausgeschaltet wurde. Mir ist weiter bekannt geworden, dass Herr A. während des Krieges (Zeitpunkt ist mir leider nicht mehr genau bekannt) plötzlich aus Uelzen verschwunden war und meines Wissens bei der Geheimen Staatspolizei im Generalgouvernement/ Polen Dienst getan hat. Ich bitte daher um Überprüfung dieses Beamten, da m. E. Herr A. in der heutigen Zeit ein derartig guter Posten nicht zusteht. Hochachtungsvoll!“

Hanna Lewinson

Trotz alledem: Sie kehrte nach Uelzen zurück, wenn auch anfangs schweren Herzens, doch aus Liebe zu ihrem Sohn Dennis, der sich sehr für die Heimat seiner Eltern und Großeltern interessierte. In Uelzen besuchte sie eine alte Freundin und traf auch ehemalige Mitschülerinnen: „Alle, die damals mit mir nichts zu tun haben wollten waren nun nett zu mir, manche haben sich entschuldigt.“ Doch bei ihren Besuchen in Uelzen geht sie auch Menschen nicht aus dem Weg, die ihr in der Jugend das Leben erschwert hatten, die mit dafür gesorgt hatten, dass sie die Schule verlassen musste. Sie spricht mit ihnen, nimmt ihre Entschuldigungen an und vergisst trotzdem nichts. In den Begegnungen mit ihr war ich beeindruckt von ihrem Mut, von ihrer Offenheit und ihrer Stärke. Ich brauchte sie nicht zu überzeugen, wie wichtig es ist, jungen Menschen von ihren Erlebnissen in der Nazi-Zeit zu berichten, sie trat mehrfach als Zeitzeugin in Uelzener Schulen auf.

Schluss
Die Gäste dankten am Ende der Feierstunde allen Beteiligten mit langanhaltendem Beifall, als Dank und Anerkennung erhielten alle Mitwirkenden eine Rose. Die großzügige Spende, die am Ende des Abends von den Gästen gegeben wurde, verwendete die Geschichtswerkstatt Uelzen für eine Exkursion zur Gedenkstätte Bergen-Belsen im Juni 2019, zu der Schülerinnen und Schüler des HEG mit ihren Lehrerinnen und Lehrern eingeladen wurden.

Nachtrag
Die Vorbereitungen für die Gestaltung der Feierstunde begannen schon im Herbst 2018. Julia Prietzel, Geschichtslehrerin am HEG, schrieb zur Auswahl der vorgetragenen Texte: „Ich habe die mir vorliegenden Texte von ehemaligen jüdischen Bürgern und Bürgerinnen aus Uelzen ausgesucht, da sie mir einzelne Facetten von Leben und Verfolgung widerspiegelten. Die Schilderung des jüdischen Lebens macht den Verlust einer Kultur noch deutlicher. Die vielfältigen Bemühungen um eine Ausreise zeigen den Verlust von Heimat und Geborgenheit. Die ,Persilscheine’ zeigen, dass nicht alle Deutsche über einen Kamm geschoren werden können. Das Aufeinandertreffen von Verfolgten und den Zurückgebliebenen zeigt, dass Versöhnung Mut braucht.“12 Die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern sei positiv verlaufen, die Jugendlichen seien motiviert gewesen: „Die Schülerinnen und Schüler bekamen dann die Hausaufgabe, alle Texte einmal zu lesen und bei ihren Texten selbst zu entscheiden, welche Stellen sie vorlesen möchten. Sie trafen sich anschließend für eine Doppelstunde, ihre Wünsche miteinander zu vereinbaren und zu entscheiden, wer was liest. Dies hat in hervorragender Weise funktioniert! Die Schülerinnen und Schüler waren aufgeschlossen und konstruktiv, wir konnten die erste Leseprobe noch in der Stunde abhalten. Die nächste Hausaufgabe war, die Texte zu üben. Dann kam unsere gemeinsame Generalprobe.“ Zum Schluss die Meinung einer Schülerinnen, die an der Feierstunde mitgewirkt und sich über ihr Engagement Gedanken gemacht haben: „Ich fand es sehr interessant an einem historisch gesehen so wichtigen Tag mitwirken zu können. Außerdem war es beeindruckend mit betroffenen Überlebenden bzw. mit deren nächsten Angehörigen aus dieser Zeit zu sprechen, weil die Thematik des Nationalsozialismus dadurch sehr greifbar und real wurde, anstatt sich nur auf die Theorie des Unterrichts zu beschränken. Zudem finde ich es wichtig, dass sich Jugendliche auch in Zukunft noch mit diesem Thema beschäftigen, weil es in unserer Hand liegt, dass sich so etwas Schreckliches niemals wiederholt.“ (Eva Rungweber)13

Anmerkungen
1. „Wir leben ewig.“ Lejb Rosenthal hat es 1943 im Wilnaer Ghetto geschrieben 2. Es wurden drei Musikstücke für Gitarre/ Cello bzw. Gitarre/Flöte vorgetragen: Sherele-Klezmertanz, ein israelischer Kanon von 1935 „Vi Yhuda le ‘olam teshev“ (Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht) und ein Musikstück aus Südamerika („TodosVuelven Vals criollo“) 3. Die Zwiwchenüberschriften wurnachträglich hinzu gesetzt, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten. 4. Privatarchiv Dietrich Banse: Akte Horwitz: Brief von Hanna Lewinson, geb. Horwitz, v. März 2004 5. Das Haus Bachenheimers wurde 1945 durch Bomben zerstört. Das Grundstück ist wieder bebaut 6. Gemeint ist die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 7. Privatarchiv Dietrich Banse, Akte Fritz Plaut: Brief von Fritz Plaut an seinen Cousin Ernesto Plaut, Buenos Aires/Argentinien, v. 12. 7. 1933 8. Das Reichsbürgergesetz, ein Teil der so genannten Nürnberger Gesetze und beschlossen am 15. September, bestimmte, wer als Deutscher bzw. nicht als Deutscher galt. Nur der so genannte „deutschblütige Reichsbürger“ besaß fortan alle staatsbürgerlichen Rechte. Der „Bürger jüdischen Glaubens“ war hingegen ab jetzt ein deutscher Staatsangehöriger, der aus der „deutschen Volksgemeinschaft ausgeschlossen war und für den ein Sonderrecht galt“, so der israelische Historiker Avraham Barkai 9. Banse, Dietrich: „Gott sei Dank, ich bin nicht mehr deutsch“. In: Geschichtswerkstatt Uelzen (Hrsg.): Frauen die Uelzen beweg(t)en. Uelzen 2015, S. 70–80. – Grundlage dieser Biographie sind Interviews, die der Autor am 19./20. August 2008 mit H. L. in Fair Lawn, N.J., USA, führte. 10. Privatarchiv Dietrich Banse: Akte Osterwald. Der Autor erhielt die Dokumente von Walter Osterwalds Tochter 11. Aus datenschutzrechtlichen Überlegungen wurde bei der Lesung auf die Angabe der Klarnamen verzichtet. 12. Prietzel, Julia: Werkstattbericht zum Holocaust-Gedenktag 2019. Uelzen 2019 13. Rungweber, Eva: Werkstattbericht zum Holocaust-Gedenktag 2019. Uelzen 2019, S. 3

Redaktion: Horst Hoffmann Gr. Liederner Str. 45, 29525 Uelzen Tel. (0581) 808-91 812 E-Mail: heidewanderer@cbeckers.de www.az-online.de/heidewanderer

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